Regionale Energiewende mit Solarenergie voranbringen

Zur heute bekannt gegebenen Aufstockung im Programm „SolarInvest“ erklärt der energiepolitische Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag Roberto Kobelt:
„Thüringen setzt 2017 fast 6 Millionen Euro mit „SolarInvest“ für die energetische Unabhängigkeit von Mieterinnen und Mietern, Eigenheimbesitzerinnen und -besitzern sowie Genossenschaften ein. Damit werden Innovationen bei der Erzeugung und beim Verbrauch von Solarenergie an einem Ort wie beim Mieterstrom und oder im Elektroauto unterstützt, ohne den Strom auf lange Übertragungswege zu schicken. Das ist die Basis einer regionalen Energiewende.

Es reicht eben nicht, den Ausbau der Elektromobilität bis 2020 auszurufen, die Hände in den Schoß zu legen und auf ein Wunder zu hoffen“, kritisiert Kobelt die Haltung der Bundesregierung.

„Die positiven Reaktionen auf SolarInvest unterstreichen, dass der Impuls für die Erneuerbaren in diesem Bereich richtig gesetzt ist. Solartechnik und Innovationen in diesem Bereich genießen weiterhin bei den Nutzerinnen und Nutzer ein großes Vertrauen. Es ist deshalb wichtig, die Kontinuität bei „SolarInvest“ auch für den Doppelhaushalt 2018/19 mit mindestens 4 Millionen Euro pro Jahr zu sichern“, macht Kobelt den grünen Anspruch deutlich.

„Gleichzeitig muss mit einer Bundesratsinitiative der Ausbau der Sonnenstromkapazitäten wieder auf einen Kurs gebracht werden, der den Ausbauzielen und dem Kampf gegen den Klimawandel gerecht wird. Für mich gehört eine Anhebung des Mindestausbaus auf jährlich 5 Gigawatt dazu, statt des unambitionierten Ausbaus von 1,59 Gigawatt im Jahr 2016. Gleichzeitig brauchen wir eine klare industriepolitische Unterstützung auf Bundesebene dafür, dass Produktionskapazitäten in Deutschland und Thüringen erhalten werden. Produkte deutscher und europäischer Hersteller müssen dabei mit ihrer positiven ökologischen Gesamtbilanz deutlich stärker als bisher unterstützt werden“, fordert der grüne Energiepolitiker.

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