Bürger werden Energiegewinner mit mehr Sonnenenergie

Zur heutigen „2. Sonnenkonferenz“ der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag erklärt der energiepolitischer Sprecher Roberto Kobelt:

„Ich möchte die Sonnenergie zur wichtigsten Energiequelle und zu einem breit getragenen gesellschaftlichen Projekt machen. Neben Solarstromanlagen auf Einfamilienhäusern und Firmengebäuden wollen wir Mieterinnen und Mietern ermöglichen, von den günstigen Vor-Ort-Solarerzeugungspreisen von ca. 10cent/kwh zu profitieren. Dazu wollen wir Millionen ungenutzte Dächer auf Mietshäusern nutzen und es jedem Mieter und jeder Mieterin ermöglichen, eigene Solarmodule auf dem eigenen Balkon oder im Garten zu errichten.“

Auf die Möglichkeiten, durch Mieterstrommodelle den eigenen Strompreis zu senken, verweist auch Martin Gude vom Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz und einer der Experten bei unserer Sonnenkonferenz. Dirk Barthel vom Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) betont in diesem Zusammenhang, dass sich die Zulassung von steckfertigen Strommodulen derzeit sich in einer entscheidenden Phase befindet.

„Außerdem können Elektroautos teils mit eigenem günstigem Solarstrom versorgt werden“, so Roberto Kobelt weiter. „Wir wollen immer mehr Menschen mit mehr Solarenergie zu Energiegewinnerinnen und Energiegewinnern und mit Thüringer Förderprogrammen sowie durch bessere Bundesbedingungen Deutschland wieder zum Vorreiter für Solarenergie machen.

Für mich bedeutet das, dass Schluss gemacht wird mit der Sonnensteuer auf lokalerzeugten und -verbrauchten Strom. Dazu gehört auch, den in Mietshäusern direkt genutzten und selbsterzeugten Strom aus Photovoltaikanlagen von der EEG-Umlage zu befreien. Gleichzeitig gehört der staatlich verordnete Deckel beim Ausbau von Solarstrom abgeschafft. Denn nur so können wir unsere Klimaziele wirklich schaffen“, erklärt Roberto Kobelt.

Dass Photovoltaik in unserer nachhaltigen Energiezukunft eine bedeutende Rolle spielen wird, bestätigt auch Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group.

Vor diesem Hintergrund zeigt sich Roberto Kobelt zuversichtlich: „Das solare Zeitalter liegt vor uns! Für unser Thüringer Ziel, bis 2040 eine bilanzielle Deckung des Energiebedarfs durch einen Mix aus 100 Prozent erneuerbaren Energien zu erreichen, benötigen wir jetzt einen starken Ausbau und eine innovative Nutzung der Photovoltaik“, so der grüne Energiepolitiker.

Verwandte Artikel