Waldzustandsbericht 2017: Naturnahe Wälder sind widerstandsfähiger gegen den Klimawandel

Für die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag zeigen die Ergebnisse des diesjährigen Waldzustandsberichts, wie notwendig es ist, in naturnahe Waldbewirtschaftung zu investieren.

„Unsere Wälder müssen stabil genug sein, um heiße Sommer, starke Regengüsse und milde Winter zu verkraften. Die naturnahe Waldbewirtschaftung unterstützt diesen Prozess, denn ein naturnaher Wald ist widerstandsfähiger gegen Wetterextreme als eine durch Schneisen filetierte Monokultur“, erklärt Roberto Kobelt, Sprecher für Forstwirtschaft der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag. „Dies wollen wir unter anderen mit der schrittweisen Einführung naturnaher Waldbewirtschaftung ohne gigantische Rückegassen und Zerstörung von Wanderwegen und den nun vereinbarten neun Prozent des Landeswaldes, der der Natur überlassenen wird, erreichen.“

Der Waldzustandsbericht beinhalte auch insgesamt gute Nachrichten, so Kobelt. „Gerade bei den Buchen zeigt sich eine positive Entwicklung mit einer Zunahme der gesunden Bäume um fünf Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.“ In den Laubwäldern insgesamt bleibe die Situation, insbesondere bei Eichen, jedoch angespannt. „Hier zeigt sich der Klimawandel durch Spätfröste, Trockenstress und Schädlingsbefall noch deutlicher. Die Eichen brauchen deshalb unsere besondere Aufmerksamkeit. Deshalb wollen wir finanzielle Mittel bereit stellen, um die Eichenwälder etwa am Ettersberg bei Weimar naturnäher und damit schonender auch unter Zuhilfenahme von Rückepferden zu bewirtschaften“, schließt Roberto Kobelt.

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