Chance für naturverträgliche Nutzung im Südharz

Zur Förderung des Südharzes aus dem Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ erklären der Fraktionsvorsitzende, Dirk Adams, und der naturschutzpolitische Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag, Roberto Kobelt:

„Wir sind mit dieser Entscheidung für den Südharz mit seiner besonderen Artenvielfalt sehr zufrieden und freuen uns ganz besonders für die Region. Damit wird die bundesweite Ausnahmestellung und Einmaligkeit dieses Gebietes belegt.

Mit den in Höhe von mehr als 4 Millionen Euro bereit gestellten Mitteln besteht zudem erstmalig die realistische Chance, den besonderen Charakter der Südharzer Landschaft als Grundlage für eine angepasste Regionalentwicklung langfristig zu bewahren. Diese ausgestreckte Hand sollte jetzt von den Akteuren vor Ort ergriffen werden“, erklären Dirk Adams und Roberto Kobelt.

„Entscheidend für das Gelingen war ein fachlich gut begründeter Antrag des Umweltministeriums, wofür wir allen Beteiligten danken möchten. Gleichwohl haben die umwelt- und naturschutzpolitischen Sprecher*innen von DIE LINKE, SPD, CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Anfang Februar 2017 in einem Brief an das Bundesumweltministerium ein fraktionsübergreifendes Bekenntnis zu einer naturverträglichen Nutzung des Südharzes und zu einer Entwicklung als Biosphärenreservat abgegeben. Wenn wir diese Gemeinsamkeit zu Gunsten von Mensch und Natur verstetigen könnten, wäre das ein echter Gewinn“, erklärt der grüne Naturschutzpolitiker Roberto Kobelt.

„Mit dem Rückenwind der Millionenförderung hoffe ich jetzt darauf, dass mehr Menschen aus der Region den Mut finden, sich vor Ort ehrenamtlich und wirtschaftlich zu engagieren. Der Fortbestand wertvoller Offenland-Lebensräume bietet der extensiven Landnutzung mit Schafen und Ziegen sehr auskömmliche Bedingungen. Unterstützt durch eine erstklassige Öffentlichkeitsarbeit sollte auch der Natur- und Wandertourismus einen guten Schritt nach vorne machen. Dass man nicht bei Null startet, zeigen der in dieser Legislatur als öffentliche Verwaltung organisierte Naturpark Südharz und die neue Natura 2000-Station beim Landschaftspflegeverband Südharz/Kyffhäuser“, so Dirk Adams.

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