Für Menschen in Rositz endlich Licht am Ende des Tunnels

Zu der heutigen Vertragsunterzeichnung zwischen Bund und Land über die gemeinsame Finanzierung und Sanierung der Altlasten des ehemaligen Teerverarbeitungswerkes in Rositz im Altenburger Land erklärt der umweltpolitische Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag, Roberto Kobelt:

„Rositz ist das Synonym einer jahrzehntelangen außergewöhnlichen Umweltzerstörung. Der Betrieb des Werkes, in dem die Verkokung von Teeren zu Elektrokoks stattfand, wurde nicht zuletzt wegen der dort anfallenden kanzerogenen Stoffe 1990 eingestellt“, beschreibt der Umweltpolitiker die Ausgangslage.

„Die bereits von DDR-Umweltaktivist*innen befürchteten Spätfolgen sind mit dem Grundwasseranstieg in der Region seit 2002 tatsächlich eingetreten. Aufsteigendes kontaminiertes Grundwasser belastet nun die Anwohner*innen und ihre Grundstücke in Rositz und Schelditz auf unzumutbare Weise“, erklärt Kobelt.

„Die heutige Vertragsunterzeichnung mit dem Bund ist deshalb ein großer Erfolg für die rot-rot-grüne Landesregierung und insbesondere für das Thüringer Umweltministerium. Es ist gelungen den Bund mit in die Verantwortung zu nehmen, so dass die Kosten für die Sanierung der ökologischen Altlasten gerecht auf breitere Schultern verteilt werden können. Der Einsatz für Menschen und Umwelt hat sich gelohnt. Das Ergebnis zeugt insbesondere von engagierten Verhandlungen, die das Wohl von Mensch und Umwelt im Blick hatten“, zeigt sich Kobelt mit dem Verhandlungsergebnis außerordentlich zufrieden.

„Seit 2014 wurde intensiv auf den heutigen Tag hingearbeitet. Rot-Rot-Grün hat es endlich geschafft, dass für die betroffenen Menschen mit ihren Grundstücken eine akzeptierte und tragfähige Lösung, aber auch Perspektive gefunden wurde. So wurden zum Beispiel 2015 durch die rot-rot-grüne Landesregierung in einem ersten Schritt für die betroffenen Mietparteien eines Wohnblock 40.000 Euro aus Lottomitteln als Umzugshilfe zur Verfügung gestellt.

Ein Dank gilt an dieser Stelle aber auch den betroffenen Einwohner*innen, die sich in den Verhandlungen sehr lösungsorientiert verhalten haben. Es ist deshalb gut, dass es für die Betroffenen von Rositz und Schelditz endlich ein Licht am Ende des Tunnels gibt“, so der grüne Umweltpolitiker.

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