Energiewende für Klimaschutz und lokale Wertschöpfung nutzen

Zu Aktuellen Stunde „21. UN-Klimakonferenz – Chance für Thüringen“ der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im heutigen Plenum des Thüringer Landtags erklärt der energiepolitische Sprecher, Roberto Kobelt:

„Von der am Freitag in Paris beginnenden UN-Klimakonferenz erwarten wir einen wichtigen Impuls für den globalen Klimaschutz. Die Weltgemeinschaft braucht einen klimapolitischen Kompass für den Abschied von fossilen Energien und für den Ausstieg aus der Atomkraft. Der schnelle Umstieg der weltweiten Energieversorgung auf erneuerbare Energien schafft die notwendige Begrenzung der Emission von Treibhausgasen und die notwendige Verteilungsgerechtigkeit.“

Auch Thüringen soll die Chancen einer aktiven Klimaschutzpolitik noch stärker nutzen. „Mit mehr Energie- und Ressourceneffizienz und der stärkeren Nutzung von Wind, Sonne, Geothermie und Bioenergie wollen wir die Wertschöpfung in unseren Thüringer Regionen stärken und die 10.000 Arbeitsplätze im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz ausbauen. Wir werden Unternehmen, Kommunen, Stadtwerke, Bürgerinnen und Bürger im Freistaat unterstützen, wenn sie ihr Klimaschutzengagement positiv für sich nutzen wollen“, fährt Kobelt fort.

PV-Haus„Wir Grüne wollen die Thüringerinnen und Thüringer zu Gewinnern der Energiewende machen und mit 100 Prozent erneuerbaren Energien bis 2040 unabhängig von klimaschädlicher Kohle sowie von Öl und Gas aus Krisenregionen machen. Dazu gehört es auch, die preisgünstige Windenergie maßvoll und im Einklang mit dem Naturschutz auf ein Prozent der Fläche in Thüringen auszubauen. Weiterhin werden wir das 1000-Dächer-Solar-Programm als Innovationsinstrument erweitern, damit neben Gemeinden und Energiegenossenschaften auch Mieterinnen und Mieter von der Nutzung von Solarenergie und Speichern profitieren. Thüringen soll wieder Solarland werden“, so der grüne Energiepolitiker.

Auch im Verkehrsbereich sind verschiedene Maßnahmen geplant, um den Klimaschutz zu verbessern. „Hier setzen wir insbesondere auf die bessere Vernetzung von Bus und Bahn im Thüringen-Takt sowie auf ein kreisübergreifendes Landesbusnetz. Gleichzeitig werden die Mittel für den Radverkehr auf zehn Prozent der Straßenbaumittel vervierfacht und somit der Ausbau der Radwege deutlich forciert. So kann Thüringen Schritt für Schritt zum Klimaschutzland werden und den positiven Trend der Energiewende mitnehmen“, schließt Kobelt.

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