Bekanntheit und Wissen um Solarwärmenutzung verbessern

Zur  1. Sonnenkonferenz der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag erklärt der energiepolitische Sprecher Roberto Kobelt:

„Das aktuelle Ausbremsen der Energiewende auf Bundesebene schadet allen Bemühungen, die Prozesse für den Ausstieg aus Kohle und Gas jetzt auf den Weg zu bringen. Dabei sind die heutigen Entscheidungen der Schlüssel für den Strukturwandel, der uns bis 2050 klimaneutral wirtschaften lässt. Wir müssen den Klimaschutz deshalb jetzt groß denken.“

„Meine wichtigste Erkenntnis aus der heutigen Veranstaltung ist: Wir können in Thüringen durch verstärktes energiepolitisches Engagement viele Dinge in Richtung einer erfolgreichen Energiewende voranbringen. Thüringen verfügt bereits jetzt mit den Programmen GreenInvest und SolarInvest über wirkungsvolle Mittel zur Einsparung von Energie und zur innovativen Nutzung der Solarenergie. Künftig werden wir dem Freistaat mit einem Klimagesetz einen wirkungsvollen Fahrplan mit Gesetzeskraft zur Energiewende geben“, schaut Kobelt optimistisch nach vorn.

besucherinnen-der-sonnenkonferenz„Eine der Botschaften an die über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sonnenkonferenz ist für mich, dass SolarInvest die Förderung von Mieterstrommodellen und damit den Eigenverbrauch erneuerbarer Energien anregen kann. Dabei wird der dezentral vor Ort produzierte Solarstrom direkt von den Mieterinnen und Mietern von Wohn- und Gewerbeflächen genutzt. In Kombination mit einem stationären Energiespeicher können so Investitionen in Solaranlagen mit bis zu 50 Prozent der Kosten gefördert werden“, wirbt der grüne Energiepolitiker.

„Ein weiterer Schritt ist der kommerzielle Einsatz solar unterstützter Wärmenetze. Hier kann das Land erfolgsversprechende Rahmenbedingungen schaffen. Künftig können so – vergleichbar zu Bioenergiedörfern – echte Solarenergiedörfer im ländlichen Raum heranwachsen. Mittelfristig halte ich es für möglich, so bis zu hundert Ortschaften und Quartiere in Thüringen in ihrer Wärmeversorgung zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien umzustellen. Um den Anteil der solarthermischen Wärme zu steigern, müssen jedoch bei Kommunen und Stadtwerken die Bekanntheit und das Wissen um die Technik verbessert werden“, schließt Kobelt.

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