Roberto Kobelt: Wertschöpfungseffekte durch Klimagesetz unterstützen

Zum Thema eines Klimaschutzgesetzes für Thüringen erklärt der umwelt- und energiepolitische Sprecher der Thüringer Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Ein Teil der Bundesrepublik ist bereits jetzt auf einem Weg zu mehr Klimaschutz, während die Bundesregierung die Probleme vor sich her schiebt. Klimaschutzgesetze entfalten bereits in Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg ihre positiven Wirkungen im Klimaschutz und stärken diese auch wirtschaftlich. Wer dem Klimawandel etwas konkret entgegensetzen will, muss vor Ort beginnen. Das gilt auch für Thüringen, denn die Veränderungen kommen in rasantem Tempo auf den Freistaat zu.“

„Einerseits geht es darum, die Kosten des Klimawandels zu begrenzen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) beziffert allein für Thüringen den Aufwand bis 2050 auf mehr als 35 Mrd. Euro. Hinzu kommt auch, dass die Einsparung von Energie und der effiziente Umgang mit Ressourcen in Zukunft notwendiger werden, um die Abhängigkeit von Importen und fossilen Energieträgern zu reduzieren“, erläutert der grüne Fachpolitiker.

Er stellt klar: „Die von uns angestrebte aktive Politik mit Klimaschutzgesetz und Klimaschutzzielen schafft mehr Planungs- und Investitionssicherheit als bisher. Ehrgeizige Klimaschutzziele sind eine Chance für die zukunftssichere Entwicklung des Thüringischen Handwerks und der Thüringischen Wirtschaft. Damit wird einer der wichtigsten Aufträge an die Politik in die Tat umgesetzt, nämlich wichtige Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Gesellschaft und der Wirtschaft zu setzen.“

„Dabei ist Klimaschutz für uns keineswegs reine Umwelt- und Naturromantik. Klimaschutz ist pure ökonomische Vernunft, denn Nichtstun wäre bei weitem teurer als zu handeln“, so Kobelt weiter.

„Mit einem Klimaschutzplan auf Landesebene wollen wir flächendeckend Klimaschutzkonzepte in allen Kommunen und Landkreisen des Freistaates anregen. Gemeinsam wollen wir mit den kommunalen Spitzenverbänden den weiteren Ablauf sowie zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten vereinbaren und so die individuellen Bedingungen der Regionen in die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen einbeziehen“, zeigt er abschließend seine Hoffnung, dass alle möglichst an einem Strang ziehen.

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