Netzentgelte vereinheitlichen und intelligenter machen

Zur Aktuellen Stunde „Bundeseinheitliche Netznutzungsentgelte einführen – Entlastung für Thüringer Stromkundinnen und Stromkunden“ der Thüringer Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Januarplenum erklärt der energiepolitische Sprecher Roberto Kobelt:

„Das Ost-West-Gefälle bei den Netzentgelten und der damit verbundene höhere Strompreis ist ungerecht und ein Standortnachteil für Thüringen, insbesondere für Unternehmen, die Strom aus den höheren Netzebenen beziehen. Wir Grüne werden uns deshalb dafür einsetzen, dass zukünftig die Netzkosten im bundesdeutschen Übertragungsnetz einheitlich gebildet werden und so Endkundinnen und Endkunden sowie Unternehmen bundesweit gleich belastet werden.“

Es ist nicht tragbar, wenn in Gebieten des Übertragungsnetzbetreibers 50-Hertz, aber auch in TENNET-Gebieten, die Netzkosten als wesentlicher Bestandteil der Stromkosten aus dem Ruder laufen, während andere Regionen von diesem Ungleichgewicht deutlich profitieren.

Ich sehe deshalb in der Verabschiedung eines Netzentgeltmodernisierungsgesetzes (NeMoG) die Chance zur Umsetzung eines bundeseinheitlichen Netzentgeltes. Gleichzeitig werbe ich dafür, sich einer Initiative aus Thüringen anzuschließen. Denn eine einheitliche Linie der Länder bei diesem Thema sorgt auch für eine gerechtere Energiewende“, erklärt der Grüne Fachpolitiker.

„Gleichzeitig wollen wir die Stromnetze intelligenter machen, um die fluktuierende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und den Stromverbrauch auszugleichen. Intelligente Stromzähler sollen künftig Anreize für Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger schaffen, Strom dann zu nutzen, wenn es Überangebote im Netz gibt. Mit der breiten Nutzung günstigen Stroms ließen sich künftig auch der Netzausbau und damit die Kosten für das Gesamtsystem begrenzen.“

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