Koalition stärkt den Radverkehr

Zu den heute vom Landtag beschlossenen Verbesserungen im Bereich Radverkehr erklärt Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag:

„Ich bin überzeugt, dass die heute von der Landesregierung vorgestellten und vom Landtag mit breiter Mehrheit beschlossenen Ziele, den Radverkehr auf 12% zu erhöhen, effizient umgesetzt werden. Die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen ist der Schlüssel zu einem konsistenten Radwegenetz, das die Voraussetzung für eine Steigerung der Radnutzung ist. Deshalb freut es mich sehr, dass mit der nun möglichen gemeinsamen Planung und Finanzierung von Radwegen die Situation in den Städten und den ländlichen Regionen für mehr Radverkehr verbessert wird.“

Die Kommunen erhalten durch die neuen Regelungen die Möglichkeit, Mittel des Landes aus dem Straßenbau gezielter für Radwege einzusetzen. Der Eigenanteil der Kommunen liegt dabei je nach Modell zwischen 5% und 25%.

„Für innerstädtische Verbindungen sollen vorzugsweise Radstreifen auf der Fahrbahn angelegt werden. Außerhalb von Ortschaften setzt die Koalition auf separierte Radwege direkt neben oder im räumlichen Bezug zur Landesstraße. Damit werden zum einen nachfrageorientierte, preisgünstige und sichere Lösungen in den Ortschaften gefördert und andererseits eine Netzwirkung durch wichtige Verbindungen zwischen den Orten geschaffen.“

Darüber hinaus schlägt Kobelt den Bau eines Radschnellweges entlang der Städteachse zwischen Jena, Weimar, Erfurt und dem Erfurter Kreuz bei Arnstadt vor. „Wenn Sachsen vier und Hessen zehn Schnellradwege beim Bund anmeldet, dann sollte Thüringen mindestens auf seiner Hauptverkehrsachse ebenfalls dieses Instrument und die Bundesförderung nutzen können“, so Kobelt abschließend.

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