Wald in öffentlicher Hand nachhaltiger bewirtschaften

Zur heutigen Verabschiedung der ersten Novellierung des Gesetzes zu ThüringenForst erklärt der forstpolitische Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Roberto Kobelt:

„Mit der heutigen Entscheidung haben wir einen wichtigen Schritt zur langfristigen finanziellen Ausgestaltung bei ThüringenForst gemacht. Damit sind die gleichberechtigte forstliche Nutzung und die Sicherung der Gemeinwohlaufgaben im staatlichen Wald bis 2025 gut ausfinanziert.

Hinzu kommt, dass die im Sinne der biologischen Vielfalt bereits 2011 angekündigte Flächenstilllegung von Waldflächen im Staatswald mit der Novelle endlich konkretisiert wurde. Mittlerweile sind die Flächen identifiziert, sie sind kartenmäßig erfasst und werden – verbindlich und transparent – komplett nutzungsfrei sein“, so der bündnisgrüne Forstpolitiker.

„Damit steht auch der positive Abschluss der Diskussion um einen Naturwald am Possen bei Sondershausen. Dass hier ein großes zusammenhängendes Gebiet von gut 1.000 Hektar aus der Nutzung genommen werden kann, ist ein Gewinn für Mensch und Natur.

Mit der jetzt vollzogenen Einigung auf ein Netz an stillgelegten Wäldern entsteht ein auch touristisch interessanter Urwaldpfad vom Thüringer Wald, über den Hainich, die Hainleite mit dem Possen, den Kyffhäuser bis zur Hohen Schrecke.

Thüringen hat damit die Chance, eine Vorreiterrolle in Deutschland und Europa einzunehmen und seiner nationalen und internationalen Verantwortung gerecht zu werden.

Thüringen entwickelt sich damit zum Land der Naturwälder“, freut sich Roberto Kobelt.

„Denn die Menschen wünschen sich einen sensibleren Umgang mit dem Wald, besonders in den bewirtschafteten Bereichen. Wir wollen wie am Beispiel Ettersberg eine bodenschonendere Holzernte mit größeren Rückegassenabständen und einem verstärkten Einsatz von Rückepferden in besonders schützenswerten Gebieten. Denn wenn es um die Wirtschaftlichkeit des Waldes geht, muss im Sinne der Nachhaltigkeit weiter nachgesteuert werden.“

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