Thüringen darf kein Rückzugsort für Rechtsrockevents sein

Am kommenden Samstag, den 25. August, findet erneut ein großes Rechtsrock-Festival in Thüringen statt. Unter dem Motto „Rock gegen Überfremdung“ kamen im vergangenen Jahr 6.000 Neonazis nach Themar. Zum Konzert mit dem gleichen Titel in Mattstedt bei Apolda werden wiederum tausende Neonazis erwartet. Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag erklärt dazu:

„Thüringen musste auch in diesem Jahr bereits wieder zahlreiche Rechtsrock-Veranstaltung unter dem Deckmantel des Versammlungsrechts hinnehmen. Diese Events dienen der Szene zur europaweiten Vernetzung neonazistischer, völkischer, rassistischer und extrem rechter Gruppierungen. Auch werden durch Ticket- und Merchandise-Verkäufe erhebliche Einnahmen für die Szene generiert. Es stellt sich also weiterhin die Frage, warum derartige kommerzielle Veranstaltung das Versammlungsrecht für sich in Anspruch nehmen können.

Wir als bündnisgrüne Fraktion machen mit unseren Protesten vor Ort einmal mehr deutlich, dass wir Thüringen nicht zu einem Land des Rechtsrock-Tourismus werden lassen. Wir sind am kommenden Samstag mit unseren Abgeordneten in Mattstedt vor Ort, um die Mattstedterinnen und Mattstedter, das zivilgesellschaftliche Bündnis und die vielen Engagierten, die sich gegen Rechtsextremismus und Rassismus einsetzen, aktiv zu unterstützen.

Wir setzen ein Zeichen für Menschlichkeit, Offenheit und Demokratie und zeigen klare Kante gegen Rassismusismus, Rechtsextremismus und Menschenverachtung und damit gegen Nazis und deren Ideologie in jedweder Form.“

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