Roberto Kobelt: Wirkungsvolle Abfallvermeidung muss auch Teil einer klimaneutralen Biathlon-WM 2023 sein

Zur Entscheidung des Europa-Parlaments, Einweg-Plastik deutlich zu reduzieren, erklärt der umweltpolitische Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag, Roberto Kobelt:

„Es ist eine gute Nachricht, dass die EU-Länder mit der abgestimmten Richtlinie zu Einwegplastik ein Werkzeug in die Hand bekommen, um der ausufernden Plastikflut Einhalt zu gebieten. Dabei handelt es sich häufig um Produkte wie Plastikbesteck und Plastiktüten, für die es ohnehin bereits plastikfreie Alternativen gibt.

Die Entscheidung hat einen Mehrwert für die Umwelt sowie für unsere Gesundheit und stellt im Alltag der Menschen keinen besonderen Mehr-Aufwand dar“, findet der bündnisgrüne Umweltpolitiker.

„Dennoch kann die neue Richtlinie nur ein Anfang sein. Handlungsdevise muss sein: Reduzieren, Wiederverwenden, Recyceln. Dazu verpflichtet uns schon heute das Kreislaufwirtschaftsgesetz. Wir müssen unseren Verbrauch anderer Plastikartikel dringend herunterfahren. Und wenn schon Plastik, dann wiederverwendbar oder recycelbar“, macht er seine Forderung nach einer konsequenten Umsetzung gesetzlicher Vorgaben deutlich.

„Thüringen kann hier Vorreiter sein. Denn wenn wir zum Beispiel im Jahr 2023 eine klimaneutrale Biathlon-Weltmeisterschaft in Oberhof durchführen wollen, dann gehört für mich das wirkungsvolle Konzepte zur Abfallvermeidung bei einer solchen Großveranstaltung unbedingt an die erste Stelle. Gleichzeitig sollte es Standard sein, dass Trinkbecher aus Plastik von Thüringer Stadtfesten verbannt und durch nachhaltige Alternativen ersetzt werden.

Wir müssen den Auswirkungen unseres Umgangs mit Plastik als Wegwerfartikel entgegenzutreten und ich bin mir sicher, dass wir mit dieser Entscheidung aus Brüssel guten Rückenwind erhalten“, findet Roberto Kobelt.

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