Öffentlicher Nahverkehr braucht Gesamtstrategie

Das Landesbusnetz in Thüringen ist ein Erfolgsmodell. Seit der Einführung vor zwei Jahren entwickelt es sich stetig weiter und verbindet inzwischen eine Vielzahl von Mittelzentren in Thüringen, die über keine Bahnverbindung miteinander verfügen. Im Bereich des Verkehrsverbundes Mittelthüringen (VMT) und für fast alle Auszubildenden in Thüringen, lassen sich Bus und Bahn zudem jetzt mit einem einzigen Ticket nutzen.
Für Roberto Kobelt, Sprecher für Verkehrs- und Mobilitätspolitik der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag, sind diese Erfolge der Regierungskoalition ein guter Ausgangspunkt, um eine umfassende Verbesserung der Mobilität in Thüringen zu erreichen:

„Der Öffentliche Nahverkehr ist umweltfreundlich, preiswert und sicher – und vor allem: Jede und Jeder kann ihn nutzen. Deshalb ist er ein unabdingbarer Teil der Daseinsfürsorge. Um sein Potential einzulösen, werden wir den eingeschlagenen Weg weitergehen und sowohl das Angebot verbessern, als auch die Preise so gestalten, dass sie für alle bezahlbar sind. Das Landesbusnetz ist dabei Teil des Gesamtkonzeptes ThüringenTakt, das AzubiTicket der erste Schritt hin zu bezahlbaren Landestickets für alle.“

In einer wissenschaftlichen Studie hat die bündnisgrüne Landtagsfraktion untersuchen lassen, wie ein solches landesweites Abo-Ticket umgesetzt werden kann. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden am Montag, dem 5. November, ab 13:00 Uhr im Landtag öffentlich vorgestellt.

Roberto Kobelt ist zuversichtlich, dass die vorgestellten Ergebnisse zusätzliche Dynamik in die Diskussion bringen werden:
„Ein 2-Euro-Ticket ist für Thüringen möglich. Wenn wir die immer wieder angekündigten Mittel vom Bund für mehr ÖPNV bekommen würden, sogar kostenloser Nahverkehr für junge Leute. Und das alles ohne die notwendigen Investitionen in einen sauberen, flächendeckenden Takt zu vernachlässigen“.

Verwandte Artikel