Kohleausstieg unumkehrbar machen

Zur heutigen aktuellen Stunde „Ende Gelände? Energiepolitische Konsequenzen aus dem geplanten Kohleausstieg für Thüringen“ erklärt der energiepolitische Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag Roberto Kobelt:

„Die Entscheidung der Kohlekommission vom Wochenende ist nur ein erster Schritt für den notwendigen Kohleausstieg. Wir wollen die politischen Rahmenbedingungen so setzen, dass der Kohleausstieg bis 2030 erfolgen und Deutschland sowie Thüringen seinen Teil zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen kann. Dazu wollen wir erneuerbare Energien und Speichertechnologien zum ganzjährigen und preisgünstigeren Ersatz für fossile Energien entwickeln“, erklärt der bündnisgrüne Umweltpolitiker.

„Immer noch fließen jährlich zwei Milliarden Euro aus Thüringen ab, um das Land mit Energie zu versorgen. Dieser Abhängigkeit von Energieimporten stellen wir eine Umstellung der Energieversorgung entgegen, in der die verbrauchte Energie bis 2040 bilanziell zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammt. Damit starten wir ein Konjunkturprogramm für den Freistaat im Interesse einer verlässlichen und bezahlbaren Energieversorgung“, ist sich Kobelt sicher.

„Die zugesagten Ausgleichszahlungen des Bundes sollen in diese Zukunftstechnologien fließen und Arbeitsplätze auch in Thüringen schaffen. Außerdem fordern wir gerade für Ostthüringen eine dauerhafte Übernahme der Kosten von Folgeerscheinungen des jahrzehntelangen Kohleabbaus und ihrer Weiterverarbeitung wie in Rositz“, schließt Roberto Kobelt.

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