Kostenloses Rennsteigticket – Chance für Südthüringer Tourismus

„Ein kostenloses Rennsteigticket für Touristen ist von enormer Bedeutung für den Südthüringer Tourismus. In Bayern sind Touristentickets für Gäste bereits erfolgreich eingeführt worden. Schon bei der Auswahl des Urlaubsortes spielen solche Angebote eine erhebliche Rolle. Deshalb ist es jetzt wichtig, dass die 13 Südthüringer Kur- und Erholungsorte das Ticket auch gemeinsam über die Kurtaxe mitfinanzieren“, erklärt der Landtagsabgeordnete und verkehrspolitische Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Roberto Kobelt, im Rahmen einer Tourismusveranstaltung der IHK Südthüringen am heutigen Donnerstag in Suhl.

Das Ticket sollen alle Übernachtungsgäste der Kur- und Erholungsorte zwischen Oberhof, Suhl, Schleusingen und Ilmenau mit Zahlung der Kurtaxe erhalten. Sie würden damit Bus und Bahn kostenfrei nutzen können. Im Rahmen einer Veranstaltung der IHK Südthüringen zum Thema konnten sich Unternehmen am Donnerstag über das Vorhaben und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit informieren.

BusSM„Wir begrüßen das Engagement der Südthüringer Kammer und der Leitung des Biosphärenreservats Vessertal-Thüringer Wald, die sich für die Einführung des Tickets intensiv einsetzen. Das Ziel, das Rennsteigticket noch in diesem Jahr einzuführen werden wir als Grüne unterstützen. Zum einen ist uns der Umweltaspekt sowie die Stärkung des Tourismusstandortes enorm wichtig, zum anderen wird die interkommunale Zusammenarbeit, Vernetzung und Kooperation in der Region gestärkt“, macht der grüne Verkehrspolitiker deutlich.

Zur Finanzierung des Rennsteigtickets soll ein Teil der Kurtaxe Kur- und Erholungsorte als Umlage eingesetzt werden. Laut einer Machbarkeitsstudie zur Einführung des Tickets kostet es pro Gast und Tag 37 Cent. Unklar ist derzeit, ob Kurbeiträge für den Erhalt und Ausbau touristischer ÖPNV-Angebote genutzt werden können. Laut Kammer muss dazu das Thüringer Kommunalabgabengesetz geprüft und eine mögliche Novellierung noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Darauf haben sich, so die IHK, die Fraktionsvorsitzenden der Regierungsfraktionen bereits verständigt.

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