Roberto Kobelt: Gesunde und preiswerte Mobilität bekommt Vorfahrt

Zum heutigen Landtagsbeschluss „Radverkehr in Thüringen planvoll und zielstrebig verbessern“, erklärt Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag:

„Wir freuen uns über das breite Bündnis für die Förderung des Radverkehrs. In anderen Regionen lässt sich bereits greifen, welches Potential das Rad auch in Thüringen hat. So hat der Landkreis Steinfurt im Umland von Münster einen Anteil des Fahrrads an allen Wegen von 28 Prozent. Statistisch heißt das, dass jede Bürgerin und jeder Bürger dort einmal pro Tag aufs Fahrrad steigt.  Solche Zahlen sind auch für Thüringen möglich, denn Elektrofahrräder erhöhen zunehmend auch in unseren hügeligen Regionen die Reichweiten auf zehn bis 20 Kilometer und ermöglichen somit das Pendeln zwischen benachbarten Städten. Das breite Bündnis im Thüringer Landtag sichert die positive Entwicklung des Radverkehrs nun auch in Thüringen ab.“

Das neue Radverkehrskonzept wird einen Landesradwegeplan für den Alltagsradverkehr beinhalten, der alle zentralen Orte berücksichtigt. Ziel ist ein Thüringer Radwegenetz, das deutlich mehr Radverkehr aufnehmen kann.

l.r.Eckhard_Simon_Roberto_KobeltDazu Roberto Kobelt weiter: „Mit den Kommunen werden wir eng zusammenarbeiten und uns am bundesweiten Nationalen Radverkehrsplan 2020 orientieren, der in vielen Aspekten vorbildlich ist. Mittelfristig wollen wir damit den Radnutzungsanteil von jetzt sechs Prozent auf mindestens zwölf Prozent bis 2025 im Alltagsradverkehr erhöhen. Auf der investiven Seite legen wir den Anteil des Radverkehrs innerhalb der Straßenbau-Investitionsmittel so fest, dass sie mindestens zehn Prozent der Gesamtmittel betragen. Dies ist eine Vervierfachung der Mittel. Die Angebote für Mountainbiking sowie den Iron Curtain Trail, also den Europäischen Radweg entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs, werden wir in das Thüringer Landesradwegenetz aufnehmen.“

Der Radverkehr wird darüber hinaus verstärkt in der Planung des öffentlichen Personennahverkehrs berücksichtigt werden. Beispiele sind Bike- & Ride-Stationen, barrierefreie Einstiege bei Bahnen und Bussen sowie die durchgängige und verlässliche Radmitnahme im Regionalbusverkehr.

Abschließend betont der Landtagsabgeordnete: „Wir werden den Radtourismus auch bei der Fortschreibung der Landestourismuskonzeption als Topthema behandeln und alle Akteure an der Erstellung beteiligen. Damit erreichen wir eine umfassende Förderung und den notwendigen Schub für diese gesunde und preiswerte Mobilitätsform.“

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