Nase voll von Tierfabriken und Umweltbelastung

Wie das Umweltministerium mitteilt, wurde der sogenannte Filtererlass für saubere Luft im Umfeld von großen Tierhaltungsanlagen heute im Kabinett bestätigt. Dazu erklärt Roberto Kobelt, umweltpolitischer Sprecher der Thüringer Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Der Schutz von Mensch und Natur vor Schadstoffen in der Abluft von Intensivtierhaltungen mit tausenden Tieren sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Dies muss ungeachtet aller grundsätzlichen Fragen im Zusammenhang mit einer derartigen Tierhaltung als Voraussetzung für jede behördliche Genehmigung gelten.“

„Die Akzeptanz für geplante Stallbauten in den Gemeinden schwindet. Vielen Menschen reicht es, sie haben buchstäblich die Nase voll. Es ist deshalb nur folgerichtig, wenn wir die Fortschritte moderner Ablufttechnik nutzen, um die Umwelt und das direkte Lebensumfeld der Menschen auf dem Land besser zu schützen“, fährt der Grünenpolitiker fort.

„Mit dem Filtererlass des Thüringer Umweltministeriums werden Emissionen von Schweine- und Geflügelställen künftig wirkungsvoll vermindert. Dies ist ein wichtiger Schritt, um Staub, Gerüche und klimaschädliches Ammoniak zu verringern. Gleichzeitig wird damit die Problematik gesundheitsgefährdender resistenter Keime in der Stallabluft und ihrer Verbreitung in den Blick genommen“, stellt Kobelt fest.

„Thüringen steht im Übrigen mit seinem Engagement nicht alleine da. Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein haben bereits heute eigene Regelungen, um den Stand der Technik bei der Filterung der Abluft aus der Intensivtierhaltung durchzusetzen. Da sollte der Freistaat nicht hinterherhinken“, macht Kobelt abschließend deutlich.

Verwandte Artikel